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Leere Melodien

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Hier sitze ich nun am Klavier. 15 lange Jahre schrieb ich für Euch und mich Lieder und 15 lange Jahre dachte ich, es kämen keine neuen mehr dazu.  Schon wieder fühle ich mich so. Wie soll man auch die tausendundeinste Melodie erschaffen, wenn man bereits an der tausendsten gescheitert ist?

Mein Kopf ist leer. Voller Ideen,  voller Leben, voller Tatendrang und voller Glück – aber leer an Melodien.

Mein Werk „Abschiedsbrief (2008)“ sollte einst das letzte sein. Kein ENGELSBLUT mehr, keine Flucht vor der Wirklichkeit mehr, hinein in Ton und Wort.

Es kam anders. Ich wollte fliehen, ich wollte zu Euch sprechen. Nicht allein sein. Das war ich einst.

Ich bin es nicht mehr und der Alltag steckt so voller Arbeit für das böse Geld und für die gute Liebe. Ich arbeite viel, aber ich singe nur wenig. Bin ich so vollends glücklich? Nein. Mir fehlen die Geschichten, die ich weitergeben möchte. Die Geschichten, aber nicht das Leid.

Was ist mit Euren Geschichten? Schreibt sie mir, denn ich verzehre mich danach. Ich will fühlen, ich will denken und ich will wieder für Euch singen.

Danke.

  • Jonathan Veit

    Die reine Poesie *-*. Ich bin dir für jedes Lie unbeschreiblich dankbar!